O Lauscher der Leutseligkeit – die gesammelte Predigt des Gottlob Gofmann

O Observanten des obsoleten Odiums, so lauschet mit euren Löffeln der leutseligsten aller Lehren, denn mein limbischer Leckerbissen des Lustspiels wird lakonischen Lakaien des leidlosen Leerlaufs die Lumpen lüften, kranke Kirchen kurieren mit Kosmetikdüften und halterlos hochziehen eure himmlischen Hüften. Er  begründet das Benehmen und verfeinert das Vernehmen, er erleichtert das Erzähmen und verspottet das Vergrämen.

O Döser der demütigen Dominanz, so vernehmet die dampfenden Düfte des drohenden Defektes, denn die dubiosen Dichter des Durchfalls drückten ihre Dramen in dunkeste Dosen. Sie dünsteten ihre Dogmen in alle Datschen, sie krächzten ihre Kunde und die Kläger des Kahlschlags klatschten. So sehet mit scharfen Sinnen, wie Pökler und Preiser, die Klempner und Kaiser, unsere philanthropen Paläste profanieren und mit ihrer Propaganda der pathetischen Passion die prüden Paragraphen proklamieren!

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Ich kochte meine Kackwurst und frisierte meinen Schiss

Pfandflaschen standen leer für Pfadfinder in meiner kleinen Küche. Ich füllte mir Handtaschen, schwer wie Fassbinder, mit einer kranken Psyche. Es fraß ihr zwei Gedanken und verdaute sie mit Bohnen, ich muss den Golf auftanken mit Diesel für Spielzonen. Dort gebe ich mein Grubengas und drücke auf die Tube, es wächst schon braunes Silbergras aus Gofmanns Sickergrube. Ja, ich kochte meine Kackwurst und frisierte meinen Schiss, ich hatte solchen Nachdurst und sprach durch mein Gebiss: Ich bin der Schließer ohne Schlüssel und ein Redner aus dem Rüssel, und ich tropfe wie der Tankwart so unschuldig aus dem Milchbart.

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Ich traf sie in der Taiga, es lockte die Affäre, ihr Name schlicht Polina, eine krumme Konifere

Wild marschierten die Wacholderblätter auf meiner weißen Wampe. Es grinsten die Gedanken und ich drehte die Arschkrampe. Erst nach Norden, dann nach Süden, das hörten meine Horden und sie spielten die Etüden! Direkt im Kriegsloch saß die alte Viererbande, den Auftakt machte Streicher und sprach von Rassenschande. Ich lauschte eine Weile und ging dann in den Keller, nahm vom Haken die Hüpfseile, denn damit ging es schneller.

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Ich bin Gofmann, Pforzheims fahler Vorspann, und ich würgte meine Windel aus dem Waschtopf, so ein Schwindel!

Heute las ich wieder Jakobs Prognose, direkt aus dem Faltbuch, umwickelt im Samttuch. Er sprach von einem Fußjob und seiner Strumpfhose, denn die sollt ich finden zwischen Meppen und Minden. Doch vorher mich schmücken mit Gipsbein und Krücken! So suchte ich mit meinem Seherblick das abgenutzte Kleidungsstück, fand statt Socken die Fußbinde von der reifen Rosalinde. Mit Infrarot-Koagulatoren, befestigt am Kinn, tat ich stöbern und bohren, wo war sie wohl hin?

Ja, ich furzte aus meinen Froschmund von Stuttgart bis Stralsund, hatte Barbie auf dem Sofa und fuhr als als Zombie mit dem Mofa. Und ein Bausparer mit Bongo entpuppte sich als Schwarzfahrer zum Kongo. Selbst Rechtsradikale erkennen das Duale, dürfen pendeln in Sandale zwischen Teller und Pappschale. Das alles auf einer Kawasaki und Panagiótis tanzt Syrtaki!

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Er blökte die Verse und machte sich als Pfänder, er latschte in luschigen Lüften und trug das lumpigste aller Gewänder

Meine Freunde, so horchet mit euren Hufen, wie Gottlob Gofmann einst ein schläfriges Schäflein war. Lauscht, wie er über Wiesen wippte; vernehmt, wie er an gruftigen Gräsern nippte und hört, wie er sich in schlammigste Senken stippte – er vermochte nur das, was die Herde der Schmatzer und Schmaucher, der Strecker und Staucher, von ihm verlangte –, denn er war ein süffiger Sklave der Keiler und Klopfer, der Seiler und Stopfer. So wandelte er als Kind unter Kindern und läutete mit Freuden die gräsigste aller Glocken – das Geläut der garstigsten Gaukelei, das Gebimmel der galligsten Geiferei. Er blökte die Verse und machte sich als Pfänder, er latschte in luschigen Lüften und trug das lumpigste aller Gewänder.

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