Als Hindu mit Blondschopf sprach ich Urdu mit dem Nachttopf

Fleisch ist Jugendliebe und ich war ein fremder Vielfraß, so kratzte ich die Griebe und schaute in mein Ölfass. Dicke Fäden verschnürten einst den Garten Eden, faul und fischig wie Fischläden waren Gofmanns große Reden. So zog es mich nach Schweden und ich studierte dort die Veden.

Es sind die Paradigmen, die eure Reden rezitieren, es sind die Paradigmen, die eure Flausen formatieren, es sind die Paradigmen, die eure Einsicht expandieren!

Als Hindu mit Blondschopf sprach ich Urdu mit dem Nachttopf. Hob sie an, die Männertoga, zeigte stolz mein Finger-Yoga. Und von Weisheit schwer beladen panschte ich Upanishaden. So kannte man mich als Grottenolm — von Malmö, Visby bis Stockholm. Man hielt mich glatt für unzähmbar und hoffte auf die Bauernschar. Die hing mich auf an Midsommar wie Kemals Bild in Ankara.

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Gofmann mit dem Knotentrick ist schlauer als der Galgenstrick, reiste rastlos mit dem Stinkefuß von Bethlehem bis Nablus

Gofmanns Wahrheit war schon immer vegetarisch, gefüllt mit deftig Mett und äußerst fragmentarisch. Bei Karras ging er damals Fleischwurst kaufen. Lockte Judas, den Zeloten, frech zum großen Scheiterhaufen. Zog mit ihm durchs Urschleimtal in Begleitung der Aaskrähen, verführte noch im Fischlokal zwei Schwestern aus Mischehen.

Dort erzählte man von Blattkrankheit aus dem Garten Getsemani, es schwelte schon der Glaubensstreit über Gebäck und Melanzani. Denn auch Hochverrat zählte mit zu diesen Gründen, so durchschnitt er dreist den Silberdraht und sprach von kleinen Sünden. Und Gofmann mit dem Knotentrick war schlauer als der Galgenstrick, reiste rastlos mit dem Stinkefuß von Bethlehem bis Nablus.

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Aus dem Furzloch kroch der Peter mit seinem Thermometer, ich bat ihm zum Diktat und er schrieb von vierzig Grad

„Der hanebüchene Habitus eines halbgaren Haderlumps bleibt haften, denn handstreckende Hakennasen hämmern noch in hundert Jahren ihre Handzettel der Häresie, hämisch und häppchenweise, in haarlose Häupter von halbstarken Hanswürsten.“

So sprach Gofmann mit der schiefen Kimme, am Tage so zahnlos und nachts voller Stimme. Und schon wieder spürte er die Hitze in der alten Poporitze – Pipi wär ihm lieber, doch er fürchtet, es ist Fieber. Aus dem Furzloch kroch der Peter mit seinem Thermometer, er bat ihm zum Diktat und er schrieb auf vierzig Grad.

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Teresa von Avila stand nachts vor meinem Traumhaus, ich war trunken vom Tequila und es juckte mir die Filzlaus

Teresa von Avila stand nachts vor meinem Traumhaus, ich war trunken vom Tequila und es juckte mir die Filzlaus. Weinrote weise Wangen und die Augen voll Verlangen, sie sprach von ihrer Legenot und hätte gern Salzstangen. Ich sprach, ich sei ein Schürzenjäger und nicht der Puppendoktor, mitnichten Schornsteinfeger mit erhöhtem Ekelfaktor. Doch solche Widerworte prallten ab an der Lustpforte, also Mut zur Käsesorte und zum Backen dieser Torte.

Doch bevor ich mit der Flasche in der Tasche und dem Kruge vor den Zuge sprang, sollte ich mit meinem Lachsack vom Kaffee zum Kognak konvertieren und durch meinen Hüftschwung den Handel des Hofbräus halbieren. Denn Gofmann war einst ein kirschiger Kenner der kneipigen Kost, und er bretterte mit seinem Bierkrug durch alle Betten, er bolzte mit seinen Bällen auf allen Böden und er schleckte mit seiner Schnute aus allen Schüsseln.

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Das kollektive Kittchen, der Schweißfuß von Schneewittchen, rief in seine offenen Ohren und fütterte ihn mit fürstlichen Floskeln

O Jünger des jauchigen Juxes, so horcht mit euren Hufen, wie Gottlob Gofmann einst ein schläfriges Schäflein war. Lauscht, wie er über Wiesen wippte — vernehmt, wie er an grünen Gräsern nippte, und hört, wie er sich in schlammigste Senken stippte. Denn das kollektive Kittchen, der Schweißfuß von Schneewittchen, rief in seine offenen Ohren und fütterte ihn mit fürstlichen Floskeln.

So wandelte er als Kind unter Kindern, putzmunter und nichts drunter, und läutete mit Freude die gellendste aller Glocken — das Geläut der garstigsten Gaukelei, ein Gebimmel der galligsten Geiferei. Er blökte die Verse und machte sich als Pfänder, er latschte in lustlosen Lüften und trug das lumpigste aller Gewänder!

Doch der Tag, er kam, und er sollte alle fahlen Flausen durch einen frommen Funken der Frevelei aus sich hinaus wehen lassen. Er sollte mit dem preschenden Prügel des Pöbels, der knüppelnden Keule des Knechters und der lüsternen Leier des Luders erkennen, dass das Weltall für weltfremde Wirrköpfe stets eine waghalsige Wendung parat hält. So kreuzten die kahlen Ketzer des Kreuzzugs seine klösterlichen Kreise und kündeten von klebrigen Konditionen für popelnde Personen.

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