Am Tag thermophil und nachts in der Sauna, ich erschuf Yggdrasil und pflanzte die Fauna

Erinnerungen sind nachts wie kalte Pizzen, und Verfehlungen lassen sich selten leicht verschwitzen. Das sind die Lehren des warmen Sommerweizen, in Schweiß geboren und lodernd am verheizen. Keine Chance für der Taten größten Feind, es marschierten die Schandtaten durch die Räume meiner Wenigkeit. Ja, Trägheit war schon immer Gofmanns größtes Laster, entsprungen als Gewissheit und gemündet im Desaster.

So tippe ich auf der Taste wie ein Inder ohne Kaste und erzählte euch den Feuchttraum, denn man nannte mich den Abschaum. Damals, beim Schulanfang, erlöste ich den Gruppenzwang — ich brauchte starke Pornos und noch Bier zum Runterspülen, ich fühlte mich so saftlos kurz nach Vier auf meinen Mühlen. Für König Selassie trug ich die schönste Schülertüte, gefüllt mit Fantasie und einer dicken Knasterblüte.

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Das kollektive Kittchen, der Schweißfuß von Schneewittchen, rief in seine offenen Ohren und fütterte ihn mit fürstlichen Floskeln

O Jünger des jauchigen Juxes, so horcht mit euren Hufen, wie Gottlob Gofmann einst ein schläfriges Schäflein war. Lauscht, wie er über Wiesen wippte — vernehmt, wie er an grünen Gräsern nippte, und hört, wie er sich in schlammigste Senken stippte. Denn das kollektive Kittchen, der Schweißfuß von Schneewittchen, rief in seine offenen Ohren und fütterte ihn mit fürstlichen Floskeln.

So wandelte er als Kind unter Kindern, putzmunter und nichts drunter, und läutete mit Freude die gellendste aller Glocken — das Geläut der garstigsten Gaukelei, ein Gebimmel der galligsten Geiferei. Er blökte die Verse und machte sich als Pfänder, er latschte in lustlosen Lüften und trug das lumpigste aller Gewänder!

Doch der Tag, er kam, und er sollte alle fahlen Flausen durch einen frommen Funken der Frevelei aus sich hinaus wehen lassen. Er sollte mit dem preschenden Prügel des Pöbels, der knüppelnden Keule des Knechters und der lüsternen Leier des Luders erkennen, dass das Weltall für weltfremde Wirrköpfe stets eine waghalsige Wendung parat hält. So kreuzten die kahlen Ketzer des Kreuzzugs seine klösterlichen Kreise und kündeten von klebrigen Konditionen für popelnde Personen.

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Geboren in Budapest und gestorben in Galizien, ich schrieb am Tisch den Stuhlbluttest und verkaufte dann Kastanien

Es begann mit dem Bierbauch, die Nase voll Knoblauch, im Kopfloch wohnt Käse, im Sack Mayonnaise. So zog ich meinen Pfeifenkopf ganz langsam aus dem Schnellkochtopf und wünschte mir statt Sonnenschein, ich hätt ein schönes Raucherbein. Ich schockte die Worte wie Tussi aus Torte und furzte durch Winde aus meiner Mullbinde. Und dann hob ich meinen Stinkefuß wie Albert Speer zum Hitlergruß.

Mein Kohlevorkommen ist streng genommen kein Monatseinkommen. Ich lebe von der rechten Hand in den Mund, ohne Bildungsstand und ohne Grund, nennt man Gofmann oftmals einen Vagabund. Geboren in Budapest und gestorben in Galizien, ich schrieb am Tisch den Stuhlbluttest und verkaufte dann Kastanien. Drum segnet mich mit Tafelwein wie Vater Jahn im Turnverein und ziehet eure Schuhe aus, denn dieses ist ein Gotteshaus.

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Adipositas tut mit Essenslust kräftig anklopfen, so will ich mich statt Entenbrust mit Whiskas heute vollstopfen

Heute ist Samstag und ich will es probieren, ich gehe einkaufen mit meinen Fettnieren. Dort reiß ich den Kopf ab und beiß in den Hals, doch vorher noch Kebab mit Butter und Schmalz. Das gibt es beim Sultan direkt um die Ecke, neben Gläsern mit Safran und einer Heizdecke. Dann geh ich zu Karstadt, kauf Fleischwurst in Dosen, das Schmieröl fürs Fußbad und Gummibundhosen.

Aus dem Kühlschrank schleicht der Leichengestank über Müllberge, denn lauter Fruchtzwege sterben wie Schmeißfliegen in Gofmanns feuchten Kriegen. Und Adipositas tut mit Essenslust mächtig anklopfen, so will ich mich statt Entenbrust mit Whiskas heute vollstopfen. Ich bin Billy Boy und menschenscheu, drum stuhle ich ins Katzenstreu und bin wie Judas bibeltreu.

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Es steckte noch die Elektrode ganz tief im Furzloch, so menstruierte ich als Rhapsode völlig schief für Moloch

Kurz vor dem Freitode beginnt diese Episode. Auf der Suche nach der Heilmethode erlahmte meine Periode. Es steckte noch die Elektrode ganz tief im Furzloch, so menstruierte ich als Rhapsode völlig schief für Moloch.

„Ich trug den Tampon der Schwester, denn bei mir saß er fester.“

Und so leerte ich den Becher für Bundys Triebverbrecher, nahm die Ölfarbe aus der Narbe und malte mit Hingabe. Etwas Zinnoberrot in höchster Not, das Kupferblau am Körperbau, strich ich mir alle Sorgen und dachte nicht an morgen — wollte lästern über gestern und zwei Münzen mir ausborgen.

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